mit feuer spielen
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Symposium März 06
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Presse

Pressemitteilung Dez. 2005
Pressemitteilung Jan. 2006
Anmeldung

Pressemitteilung Dez. 2005

Berlin 10. und 11. März 2006
I. Interdisziplinäres Symposium KIND und FEUER
Was ist Feuer HEUTE? Für Kinder? Für Jugendliche? Für Alle?

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VIVANTES lädt ein zum Symposium “Kind und Feuer" -
unter Beteiligung der BERLINER FEUERWEHR

Durch das Feuermachen eines Jugendlichen kamen im August 2005 neun Menschen in einem Berliner Mietshaus ums Leben. Der Fall wurde Anlass einer Diskussion zur Verhinderung weiterer Unfälle dieser Art. Dabei wurde auf tragische Weise deutlich, dass das Verhältnis von Kindern zu Feuer bislang wenig erforscht und behandelt worden ist. Im Hinblick auf die Erzielung einer nachhaltigen Feuerkompetenz bei Kindern und Jugendlichen ist es daher dringend geboten, aktuelle Erkenntnisse aus vielen anderen Disziplinen heranzuziehen.

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie der VIVANTES Kliniken Berlin veranstaltet in Berlin unter Leitung von Kain Karawahn das zweitägige Symposium “Kind und Feuer" am 10./11. März 2006 unter Beteiligung der Berliner Feuerwehr.

Kain Karawahn beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Beziehung des Menschen zum Feuer und fordert: “Kinder und Jugendliche müssen nicht nur sicher werden im Umgang mit Feuer, sondern sie müssen grundsätzlich zu selbstsicheren Persönlichkeiten werden. Das Spiel mit dem Feuer fördert diesen Bildungsprozeß."

Frieder Kircher, Leitender Branddirektor und Begründer der Brandschutzerziehung bei der Berliner Feuerwehr, erläutert die Motivation: “Ziele des interdisziplinären Symposiums sind einerseits die psychologischen, präven-tiven, pädagogischen, sozialen, künstlerischen und medialen Aspekte vom Umgang mit Feuer ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Hierdurch erwar-ten wir Anregungen für die Entwicklung neuer Lehrmodelle zum Umgang mit Feuer für Kindergärten und Schulen. Andererseits sollen langfristig durch die Vermittlung altersgerechter Kompetenz im Umgang mit Feuer Schadensbrände durch Kinder und Jugendliche UND deren Familienangehörigen verhindert werden."

Dr. Oliver Bilke, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der VIVANTES Kliniken Berlin: “Wir laden herzlich Partner und Multiplikatoren der Feuerwehren, Brandschutzerzieher, Pädagogen und Psychologen, Medienmacher und Künstler, Richter, Mediziner und Therapeuten von Brandopfern sowie Vertreter der Kultur- und Bildungspolitik zu dieser bisher einzigartigen Veranstaltung ein."

Vortragsprogramm:
Namhafte Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stellen ihre Forschungsergebnisse und Erfahrungen vor und bieten anschließende Diskussionsmöglichkeiten zu folgenden Themen:

  • Feuer in der Kulturgeschichte (Mythologie, Philosophie, Alltag)
  • Feuer in den Medien und in der Kunst
  • Entwicklungspsychologie und Feuer
  • Schadensereignisse mit Feuer, verursacht von Kindern und Jugendlichen
  • Umgang mit Feuer in der Pädagogik
  • Umgang mit Feuer in der Prävention
  • Behandlung, Therapie und Betreuung von kindlichen/jugendlichen Brandopfern und deren Familien
Künstlerisches Programm:
Zum Thema "Feuer und Kunst" werden neben Ausstellungen von Patienten der Kinder- und Jugendpsychatrie und namhaften Künstlern auch Performances und Installationen präsentiert.

Anmeldungen/weitere Informationen:
Frühbucher zahlen 112,-- bis zum 31.01.2005, danach 150,-- inkl. Tagesverpflegung und Abendessen/-programm. Weitere Infos (u.a. Referentenliste) und Anmeldeunterlagen unter www.mitfeuerspielen.de und www.rrl-insiders.de unter “Community".

Formlose Anmeldungen und Rückfragen bitte an kindundfeuer(at)eobiont.de oder per Fax an 030/44 02 01 50.

Pressemitteilung Jan. 2006

Berlin 31. Januar 2006
Lauter kleine Pyromanen? Oder vergißt die Gesellschaft, Kindern den richtigen Umgang mit Feuer beizubringen?

Experten entwickelten Grundlagen für ein Symposium, das neue ganzheitliche, pädagogische Ansätze zur Vermeidung von Kindern als unabsichtliche Verursacher von Bränden, als vorsätzliche Brandstifter oder als Opfer von Bränden liefern soll.

Mindestens jeder fünfte Brand wird von Kindern oder Jugendlichen absichtlich oder unabsichtlich verursacht. Lauter kleine Feuerteufel, zu viel Fernsehen oder mangelnde Erfahrungsvermittlung? Experten aus fachübergreifenden Wissenschafts- und Forschungsbereichen haben sich erstmals über die Ursachen des bisherigen Umgangs von Kindern mit Feuer ausgetauscht und herausgefunden, dass es Kindern an praktischen Gebrauchskompetenzen im Umgang mit Feuer mangelt. Es existiert keine Feuererfahrung mehr im Alltag. Die Wissensvermittlung zum Thema Feuer in Schule und Kindergarten ist überwiegend theoretisch. Hinzu kommt das verzerrte Bild von Feuer in TV und Computerspielen. Jugendliche Serienbrandstifter, so fasste das interdisziplinäre Expertenteam zusammen, eint, dass sie oftmals ohne Vater aufwachsen, intelligenzgemindert sind und zu Feigheit neigen, da sich die Tat im Geheimen verrichten lässt. Genaues lässt sich über die gemeinsamen Hintergründe nicht sagen, da Brandstifter (ab 14 Jahren) selten therapiert werden, sondern Bewährungsstrafen erhalten.

Als erste Massnahmen gegen neugiergetriebenes und gefährliches Zündeln von Kindern hat das Expertenteam die Grundlagen für ein Symposium erarbeitet, das Antworten auf die drängenden Fragen bietet: Wie können Gebrauchskompetenzen von Feuer für Kinder und Jugendliche derart vermittelt werden, dass bisherige Schadensverursachungen mit Feuer ausgeschlossen sind?

Eltern, Pädagogen, Brandschutzerzieher, Psychologen, Justiz, Medien sowie Bildungspolitiker und die breite Öffentlichkeit sind herzlich eingeladen am Symposium teilzunehmen und mitzuarbeiten. In Arbeitsgruppen bestehend aus Eltern, Pädagogen, Psychologen und anderen Teilnehmern aus der Praxis, soll das Symposium unter Leitung der Experten weitergeführt und die Resultate im kommenden Jahr veröffentlicht werden.

Experten des Treffens am 19. Januar 2006:
  • Frau Arens (Kunsttherapeutin, Kinder- und Jugendpsychiatrie der Vivantes Kliniken, Berlin).
  • Dr. Oliver Bilke (Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Vivantes Kliniken, Berlin),
  • Albrecht Broemme (Berliner Landesbranddirektor),
  • Ilona Döffinger (Leiterin der Kita "Traumzauberbaum", Berlin),
  • Prof. Dr. Frank Hässler (Klinik für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie und Psychotherapie der Universität Rostock),
  • Kain Karawahn (Künstler, Autor mehrerer Bücher zum Thema Feuer),
  • Frieder Kircher (Ltd. Branddirektor Berlin),
  • Prof. Dr. Gundel Mattenklott (Leiterin des Fachgebiets Musisch-Ästhetische Erziehung/Grundschulpädagogik, Universität der Künste Berlin),
  • Ralf Schulte (Leiter des Floriansdorfes Iserlohn),
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